Monkey App: eine Alternative ohne Abo
Bei Monkey dauert ein Gespräch zuerst 15 Sekunden. Weiter geht es nur, wenn ihr beide mehr Zeit wollt. Diese Regel trennt Neugierige von Leuten, die wirklich reden möchten, und sie ist gut ausgedacht. Teuer wird es an anderer Stelle: Wer nach Geschlecht filtern, ohne Grenze weiterklicken oder jemandem schreiben will, den er schon als Freund hinzugefügt hat, braucht Monkey Plus. Das ist ein Abo, und es verlängert sich von selbst. Bei Veilr, dessen Videochat oben auf dieser Seite läuft, gibt es kein Abo.
Was Monkey Plus kostet
Das hängt davon ab, wen man fragt. AVG nennt 13,99 US-Dollar im Monat oder 6,99 in der Woche. Andere Testberichte kommen auf 9,99 im Monat für Plus und auf 13,99 für sieben oder 27,99 für 30 Tage bei der höheren Stufe Plus+. Aus einem offiziellen Listing ließ sich keine dieser Zahlen bestätigen, und der Preis hängt von Land und Plattform ab.
Einig sind sich die Quellen bei einer Einstellung: Die automatische Verlängerung ist von Anfang an eingeschaltet. Wer Plus nur eine Woche ausprobieren will, muss also selbst daran denken, es zu beenden.
Neben dem Abo gibt es eine eigene Währung, Münzen oder „Bananas“ genannt. Damit bezahlt man Geschenke, Boosts und die Super DM.
Was ohne Abo fehlt
- Filter nach Geschlecht und nach Ort. In der Grundstufe von Plus ist der Geschlechterfilter laut einem Testbericht auf 150 Matches begrenzt, unbegrenzt gibt es ihn erst in der höheren Stufe.
- Weiterklicken ohne Grenze.
- Eine App ohne Werbung.
- Nachrichten und Anrufe an Freunde, die du schon hinzugefügt hast.
Der letzte Punkt wird in Bewertungen als Bezahlschranke vor dem Selbstverständlichen beschrieben. Und das kostenlose Monkey wirkt laut denselben Bewertungen wie eine Demo: Viele klicken sofort weiter, und jede Grenze schiebt einen Richtung Abo.
Wenn Geld abgebucht wird
Viele Beschwerden über Monkey drehen sich ums Bezahlen. Es geht um Abbuchungen, mit denen niemand gerechnet hat, um bezahlte Abos, die nie freigeschaltet wurden, und um Erstattungen, die man sich mühsam erkämpfen muss. Die voreingestellte Verlängerung macht das nicht besser.
Bei PissedConsumer steht Monkey bei 2,5 von 5 aus 28 Bewertungen, 65 % davon negativ. Die beiden häufigsten Themen dort: Sperren ohne Begründung und Geld, das nicht zurückkam. Einsprüche bleiben nach diesen Berichten unbeantwortet oder werden mit Textbausteinen abgelehnt. Wer Monkey am Rechner über einen Android-Emulator wie BlueStacks laufen lassen will, riskiert ebenfalls eine Sperre: Das Anti-Cheat-System wertet die virtuelle Umgebung als Verstoß.
Monkey und der App Store
Im November 2019 wertete die Washington Post mehr als 130.000 App-Store-Bewertungen von sechs Zufallschat-Apps aus, Monkey darunter, und fand über 1.500 Berichte über sexuelle Belästigung. Bei Monkey betraf das etwa 2 % aller iOS-Bewertungen, während die App ab 12 Jahren freigegeben war. Apple hob die Grenze danach auf 17+, später verschwand Monkey ganz aus dem App Store und kam nicht zurück. Ein offizielles Datum gibt es nicht, aber im Juli 2021 schrieb die britische Organisation Safer Schools bereits, Monkey gebe es „nur auf Android“.
Heute läuft Monkey als Android-App, Version 7.68.0 vom 24. August 2026, und als Web-Version am Rechner und im Handy-Browser, auch auf dem iPhone. Manche Seiten von Monkey werben trotzdem noch mit einer iOS-App.
Warnungen an Eltern gibt es einige: vom Büro des Sheriffs im Geauga County in Ohio (laut Fox 8), von Protect Young Eyes, Safer Schools, Internet Matters, Bark und SmartSocial. Safer Schools beschreibt öffentliche sexuelle Zurschaustellung, AVG stieß im eigenen Test in den ersten 30 Sekunden auf unangemessene Inhalte. Ab 18 ist Monkey laut eigener Vorgabe, geprüft wird das bei der Anmeldung nicht: Es reicht ein Geburtsdatum. Veilr prüft das Alter ebenfalls nicht mit Dokument oder Gesicht, vermittelt aber kein Konto, dessen hinterlegtes Alter unter 18 liegt.
Wem Monkey gehört
Gegründet haben Monkey 2016 Ben Pasternak und Isaiah Turner, in der Google-Play-Beschreibung ist von „5 teenagers from LA“ die Rede. Im Februar 2018 übernahm die HOLLA Group den Dienst, am 2. Juni 2021 kaufte der chinesische Livestreaming-Konzern Huafang die HOLLA Group, die seither Laksa heißt. Huafang gibt mehr als 300 Mio. registrierte und über 50 Mio. monatlich aktive Nutzer an.
Was bei Veilr ohne Abo geht
Reden, so lange ihr wollt. Es läuft keine Uhr. Mit „Weiter — neues Gegenüber“ kommst du zum Nächsten, so oft du willst.
Den Wunsch nach einem Geschlecht. Er kostet nichts, sobald dein eigenes Geschlecht im Profil steht. Veilr versucht zuerst, was du dir wünschst, wenn so jemand online ist, und bringt dich sonst mit jemand anderem zusammen. Was die Gegenseite gewählt hat, gilt immer. Alter und Land kannst du dir ebenfalls wünschen. Mit Boost lockert sich keiner dieser Wünsche mehr, und du bist als Erstes dran.
Kontakt halten. Tippt ihr beide auf „Zu Kontakten hinzufügen“, wird aus dem Zufallsgespräch ein Kontakt, und ihr könnt euch danach schreiben und anrufen, ohne etwas zu bezahlen. Tippt nur einer, bekommt der andere eine Anfrage, mehr nicht. Mit dem Kontakt sehen beide Seiten den Anzeigenamen und die E-Mail-Adresse des anderen Kontos. Eine Suche nach Personen gibt es nicht.
Untertitel, wenn ihr verschiedene Sprachen sprecht. Stehen bei euch unterschiedliche Muttersprachen im Profil, kann das Gesagte im Anruf von selbst als Untertitel mitlaufen, in deiner Sprache; Veilr kennt dafür 34. Für den Anfang hat jedes neue Konto fünf Minuten frei, weitere bringen Boost, ein Minutenpaket oder Belohnungen.
Nichts, was sich verlängert. Kaufen kannst du Boost, als Pass für eine Stunde, einen Tag, eine Woche oder einen Monat, und zusätzliche Untertitelminuten. Beides ist ein Einmalkauf. Läuft ein Boost ab, endet er; zu kündigen gibt es nichts. Ein bereits gestarteter Boost wird in der Regel allerdings nicht erstattet.
Monkey und Veilr, Zeile für Zeile
| Monkey | Veilr | |
|---|---|---|
| Anmeldung | Ein Tipp mit Google, Apple oder Facebook, dazu Telefon oder E-Mail | Ein Konto, das du schon hast, danach einmal ein kurzes Profil |
| Wer übers Weiterreden entscheidet | Beide, nach 15 Sekunden | Niemand muss verlängern; es geht, bis einer weiterklickt |
| Geschlechterfilter | Im Abo, in der Grundstufe laut einem Bericht begrenzt | Kostenloser Wunsch, fest mit Boost |
| Schreiben an Freunde | Im Abo | Kostenlos, wenn ihr euch gegenseitig hinzugefügt habt |
| Bezahlmodell | Abo mit automatischer Verlängerung, dazu Münzen | Einmalkäufe: Boost und Untertitelminuten |
| Was du kündigen musst | Plus, bevor es sich verlängert | Nichts |
| Auf dem iPhone | Im Browser | Im Browser |
| Größe | 21 bis 24 Mio. Downloads bei Google Play | Ein kleines Team, kein Konzern wie Huafang dahinter |
Dazu hat Monkey rund um den Videochat eine kleine soziale Welt: Profile zum Wischen, einen Song im Profil, Interessen-Tags und den Gruppenchat Squad Chat. So etwas hat Veilr nicht.
Der erste Videochat bei Veilr
- 1. Melde dich mit einem Konto an, das du schon hast; welche Anbieter gehen, zeigt der Anmeldebildschirm. Einmal gibst du Name, Geschlecht, Geburtsdatum und Muttersprache an.
- 2. Tippe auf „Videochat starten“.
- 3. Gefällt dir das Gespräch, tipp auf „Zu Kontakten hinzufügen“.
Verwandte Seiten
- Übersicht aller Alternativen
- Emerald Chat — dort kostet der Geschlechterfilter das Gold-Abo, und alle Käufe sind laut Bedingungen endgültig.
- LivU — Videochat aus Hongkong, bei dem mehr Kontrolle Münzen kostet.
- Thundr — kostenlos reden, Vorrang gegen Münzen.
- Videochat — der Modus dieser Seite.
- Textchat — dieselbe Vermittlung, nur getippt.
Häufige Fragen zur Monkey App
Ist die Monkey App kostenlos?
Der Videochat an sich ja. Filter, Weiterklicken ohne Grenze, eine App ohne Werbung und Nachrichten an Freunde gehören zu Monkey Plus, einem Abo mit automatischer Verlängerung. Bei Veilr kosten Suche, Gespräch und Nachrichten an Kontakte nichts; Boost und zusätzliche Untertitelminuten sind freiwillige Einmalkäufe.
Warum finde ich Monkey nicht im App Store?
Apple hat die App nach dem Bericht der Washington Post von 2019 entfernt und nicht wieder aufgenommen. Auf dem iPhone läuft Monkey nur im Browser, genau wie Veilr.
Kann ich bei Monkey meinen Namen oder mein Geburtsdatum später ändern?
Nein. Name, Geburtsdatum und Geschlecht legst du bei der Anmeldung fest, danach lassen sie sich nicht mehr ändern.
Bricht bei Veilr ein Gespräch nach 15 Sekunden ab?
Nein, es gibt keine Uhr. Das Gespräch läuft, bis einer von euch weiterklickt oder geht.
Alle genannten Marken- und Dienstnamen gehören ihren jeweiligen Inhabern. Veilr ist mit ihnen weder verbunden noch von ihnen unterstützt oder autorisiert.