Moco-Alternative: wenn du statt Stammgästen Fremde treffen willst
Gemeint ist hier Moco, die Chat-App von JNJ Mobile, deren Website MocoSpace heißt; mit dem Museum in Amsterdam hat sie nichts zu tun. Moco ist eine Community: Räume, Profile, Nachrichten, Spiele. Man kommt zurück zu denselben Leuten. Wer stattdessen jedes Mal mit jemand Neuem schreiben will, findet oben auf dieser Seite den Textchat von Veilr.
Aus dem mobilen Netz der USA
Moco kommt von JNJ Mobile, Inc. aus Boston. Im Footer von mocospace.com steht „© 2005-2026“, bei Google Play ist die Android-App seit Mai 2010. Gewachsen ist Moco im mobilen Netz der USA, und der Dienst beschreibt sich selbst als „the largest social network of African Americans and Hispanics / Latinos in the world“. Das sieht man bis heute an der Nachfrage: Gesucht wird Moco vor allem auf Spanisch.
Im Kern geht es um öffentliche Räume, private Nachrichten und eine Personensuche. Drumherum gibt es Spiele wie Street Wars, FriendShop und Daily Spin und Livestreams, mit denen man Geld verdienen kann. Videoanrufe gehen an eine bestimmte Person, dazu Sprachnachrichten. Einen Zufallsmatch mit einem Fremden, also Start drücken und jemand Neues ist da, bietet Moco nicht.
Was fehlt, wenn du Fremde suchst
Kein Zufall. Moco ist gebaut, um Leute wiederzufinden. Einen Knopf, der dich mit irgendwem verbindet, der gerade auch sucht, gibt es nicht.
Nickname und Passwort. Die Anmeldung auf der Website fragt nach „User Name“, „Password“ und einem Captcha. E-Mail oder Telefonnummer verlangt der erste Schritt nicht, einen Login über ein bestehendes Konto bietet das Webformular nicht an. Ein Konto ist damit schnell angelegt, auch ein zweites.
Zwei Altersangaben. Im App Store ist Moco ab 18 eingestuft, bei Google Play als „Mature 17+“. Im Februar 2024 wurde in den USA ein Mann angeklagt, der über MocoSpace mit einer vermeintlich 13-Jährigen Kontakt gesucht hatte; tatsächlich schrieb er mit einem verdeckten FBI-Ermittler.
Werbung. Bei Google Play hat Moco 3,9 Sterne aus 323.000 Bewertungen und über 10 Mio. Installationen. In den dort angezeigten Rezensionen beschweren sich Nutzer über häufige Werbung im Vollbild und eine schwerfällige Oberfläche.
Verwechslungen. mocospace.app ist eine fremde Seite für zufällige Videochats, die keinen Betreiber nennt. Und moco.app leitet auf mocoapp.com weiter, eine deutsche Software für Zeiterfassung.
Warum Leute bei Moco bleiben
Zwanzig Jahre ohne Pause sind in dieser Nische selten. Wer bei Moco ist, hat dort Freunde, Foren und Blogs, nicht nur Gesprächspartner für einen Abend, und findet dieselben Leute am nächsten Tag wieder. Läuft ein Gespräch nicht, bleibt ein Spiel oder ein Livestream. Und Moco gibt es als eigene App für Android und für das iPhone.
Wofür Moco Geld nimmt
Anmelden, Räume, private Nachrichten und die Suche nach Leuten kosten nichts. Gesucht wird laut App-Beschreibung „by age, gender, location, and sexual preference“, eine Bezahlschranke für das Geschlecht haben wir dabei nicht gefunden.
Bezahlt wird für VIP und für die Währung Gold. Im US-App-Store (Version 2.6.145 vom 15.12.2025) kostet VIP 11,99 US-Dollar für einen Monat und 23,99 für drei Monate. Daneben steht „VIP (1 month Legacy)“ für 19,99 US-Dollar: Wer ein altes Abo hat, zahlt für denselben Monat rund zwei Drittel mehr. Gold gibt es von 500 Stück für 0,99 US-Dollar im Einstiegspaket bis zu 6.500 für 49,99. Was genau VIP enthält, beschreibt Moco an keiner Stelle, die wir öffentlich lesen konnten.
Bei Veilr: jedes Mal jemand Neues
Du schreibst mit einem zufälligen Gegenüber, das Veilr dir zuteilt, und nach dem Gespräch mit dem nächsten. Räume, Foren, Spiele oder Livestreams gibt es nicht. Neben dem Textchat stehen ein Sprach- und ein Videochat, jeder mit eigener Warteschlange.
Statt Nickname und Passwort meldest du dich mit einem Konto an, das du schon hast, etwa Google. Ein neues Passwort brauchst du nicht, Gäste gibt es nicht. Einmal gibst du Geschlecht, Geburtsdatum und Muttersprache an. Veilr ist nur ab 18 zu nutzen, und Konten mit einem Alter darunter vermittelt der Server nicht.
Das Geschlecht deines Gegenübers kannst du dir kostenlos wünschen. Veilr probiert das zuerst, wenn jemand Passendes online ist; ist keiner da, schreibst du mit jemand anderem. Alter und Land lassen sich ebenso wünschen. Wer Boost nimmt, bekommt feste Filter und kommt in der Warteschlange zuerst dran.
Eine gemeinsame Sprache ist keine Bedingung. Getippte Nachrichten können in der Sprache des anderen ankommen, und im Sprach- oder Videochat können Live-Untertitel in 34 Sprachen von allein starten. In Matches, privaten Chats und Anrufen zeigt Veilr keine Werbung fremder Netzwerke.
Wen du wiedersehen willst, den fügst du mit „Zu Kontakten hinzufügen“ hinzu, auch kurz nach dem Ende eines Textchats. Bestätigen beide, bleibt der Verlauf erhalten.
Kaufen muss bei Veilr niemand etwas. Wer will, holt sich Boost oder zusätzliche Untertitelminuten, einmalig, ohne Abo und ohne Legacy-Preise.
Moco und Veilr im Überblick
| Moco | Veilr | |
|---|---|---|
| Wen du triffst | Leute aus Räumen und Suche, oft dieselben | Jedes Mal ein neues, zufällig zugeteiltes Gegenüber |
| Anmeldung | Nickname, Passwort, Captcha | Konto, das du schon hast, kurzes Profil |
| Alter | App Store 18+, Google Play 17+ | Ab 18, darunter keine Vermittlung |
| Suche nach Geschlecht | Kostenlos in der Personensuche | Kostenloser Wunsch, fest mit Boost |
| Extras | Spiele, Livestreams, Foren | Übersetzte Nachrichten, Untertitel im Anruf |
| Bezahlen | VIP ab 11,99 US-Dollar im Monat, Gold | Boost und Untertitelminuten, einmalig |
| Apps | Android und iPhone | Android-App; auf dem iPhone im Browser |
Wer eine feste Runde sucht, Spiele mag oder eine iPhone-App braucht, ist bei Moco besser aufgehoben.
So startest du
- 1. Wähle auf dem Anmeldebildschirm ein Konto, das du bereits besitzt.
- 2. Gib einmal Geschlecht, Geburtsdatum und Muttersprache an.
- 3. Tippe auf „Textchat starten“.
In Großbritannien kannst du Veilr derzeit nicht nutzen.
Verwandte Seiten
- Alle Alternativen
- Y99 — kostenlose Chaträume, in die man mit einem Nicknamen kommt.
- Chatib — Räume nach Thema und Land, ohne Konto.
- Sprachchat — reden statt schreiben, mit einer fremden Stimme.
Häufige Fragen zu Moco
Sind Moco und MocoSpace dasselbe?
Ja. Die App heißt „Moco: Chat & Meet New People“, die Website mocospace.com, beides von JNJ Mobile.
Ist Moco kostenlos?
Die Grundfunktionen ja. VIP kostet im US-App-Store 11,99 US-Dollar im Monat, ältere Abos laufen zu 19,99.
Ab welchem Alter ist Moco?
Das hängt vom Store ab: Apple stuft die App ab 18 ein, Google Play als „Mature 17+“.
Gehört moco.app zu Moco?
Nein. moco.app leitet auf mocoapp.com weiter, eine Zeiterfassung aus Deutschland ohne Bezug zum Chat.
Alle genannten Marken- und Dienstnamen gehören ihren jeweiligen Inhabern. Veilr ist mit ihnen weder verbunden noch von ihnen unterstützt oder autorisiert.